16.03.2026. Jasmin Ouschan hat sich gestern Abend bei der im Anschluss zur Poolbillard-Europameisterschaft in Antalya ausgetragenen Predator-Euro-Tour-Women-Konkurrenz den Sieg und damit den Turkish-Open-Titel geholt. Die regierende 8-Ball-Weltmeisterin, die bei den vergangenen beiden Europameisterschaften auch 8-Ball-Gold gewann, bezwang im Finale des mit 20.000 Euro dotierten 8-Ball-Wettkampfs die Deutsche Miriam Steiner mit 7:5 und untermauerte mit diesem Erfolg ihre aktuelle Dominanz in dieser Disziplin.
Ouschan startete am vergangenen Donnerstag mit einem knappen 5:4-Erfolg gegen die Polin Julia Babica in den Bewerb und erreichte am Freitag das Achtelfinale mit einem 5:3-Sieg gegen die Portugiesin Sara Rocha. Samstagabend folgte mit einem 7:2 gegen die Türkin Sinem Kökten der Viertelfinaleinzug, und am gestrigen Finaltag komplettierte die Kärntnerin ihren Siegeszug mit Erfolgen gegen die Französin Deu Rose Va (7:5), die Polin Monika Ząbek (7:3) und im Endspiel gegen die Überraschungsfinalistin Miriam Steiner.
„Die letzten Tage waren wirklich anstrengend. Nach viereinhalb Wochen auf Tour und im Turniermodus spüre ich, dass mir die Kraft ausgeht. Da kommt dann auch der Punkt, wo man die Wettkampfspannung nicht mehr aufrecht halten kann und man Fehler macht. Ich habe mir aber gesagt, ich will mich einfach von Match zu Match kämpfen und schauen, was passiert. Jetzt habe ich einen weiteren Titel auf meiner Erfolgsliste, und ich bin sehr happy damit und auch froh, dass es wieder für mich geklappt hat und die Bälle zur richtigen Zeit für mich gelaufen sind. Das war harte Arbeit“, sagte Ouschan.
Für die weiteren Österreicherinnen, die Kärntnerinnen Sandra Baumgartner und Anna Riegler und die Steierin Lena Primus endete der Bewerb bereits in der Doppel-K.-o.-Vorrunde.
Mario He hat beim mit 225.000 US-Dollar dotierten European Open in Sarajevo sein bisher bestes Resultat auf der World Nineball Tour (WNT) erreicht. Der Vorarlberger schaffte erstmals den Finaleinzug bei einem WNT-Major-Event, musste sich dort jedoch am Ende nach einer zwischenzeitlichen 7:2-Führung dem dann entfesselt aufspielenden Deutschen Moritz Neu- hausen mit 7:13 geschlagen geben.
He, im Auftaktdurchgang der Doppel-K.-o.-Vorrunde am vergangenen Dienstag noch spielfrei, realisierte in seinem ersten Match mit einem 9:0-Whitewash des Montenegriners Aleksandar Korać den direkten Aufstieg in die finale K.-o.-Phase. Dort folgte am Donnerstag mit einem 10:5-Sieg gegen Hamza Al Awaidi aus dem Oman der Einzug in die Letzten 64, wo am Freitag gegen den Engländer Dean Shields bereits das Aus drohte. „Da war ich eigentlich schon raus, aber dann hat er zwei Fehler gemacht, die mich am Leben gehalten haben“, erklärte He nach seinem 10:9-Hill-Hill-Erfolg gegen den Briten, dem der Rankweiler einen 10:4-Erfolg gegen den Albaner Besar Spahiu folgen ließ.
Am Samstag war He auch im Achtelfinale gegen den Finnen Arseni Sevastyanov mit 10:2 klar tonangebend und fixierte mit einem 10:7-Erfolg gegen den Ungarn Olivér Szolnoki den Einzug ins Semifinale, wo gestern auch noch ein weiterer Sieg gegen Titelverteidiger Joshua Filler aus Deutschland folgte, den He mit 11:8 aus dem Bewerb nahm.
Im Finale lief es zu Beginn auch in die Richtung des Vorarlbergers, der dann aber nach seiner 7:2-Führung mitansehen musste, wie sein Gegner Game für Game aufholte und letztendlich zum Sieg stürmte.
„Ich habe mich im Finale gut gefühlt. Bis zum 7:2 habe ich ein paar Rolls bekommen und auch gut gespielt. Ab dann hat Moritz aber toll gespielt, und ich konnte nicht mehr viel machen. Aber es fühlt sich für mich auch nicht wie eine Niederlage an. Wichtig für mich ist, dass ich gut spiele. Manchmal gewinnt man ein Turnier und spielt nicht so gut, und dann wird man Zweiter oder Dritter und spielt gut. Dann ist das durchaus auch zufriedenstellender“, erklärte He, der für seinen zweiten Platz 16.000 US-Dollar Preisgeld einstreifte.
Überraschend in der ersten K.-o.-Runde beendet war der Wettkampf für Maximilian Lechner. Der Tiroler zog nach einem 9:3 gegen den Argentinier Rubén Docampo in die finale Phase ein, unterlag dort aber dem Deutschen Hermann Hoyh mit 7:10.
„Das Match hat sehr schlecht für mich begonnen. Mein Gegner hat sehr gut gespielt und lag nach einigen guten Rolls mit 4:0 in Führung. Danach hat er einen einfachen Ball verschossen, und das hat mich ins Match zurückgebracht. Bis zum 7:4 für mich hatte ich mit einigen guten Run-outs alles unter Kontrolle, aber dann habe ich einen 9-Ball verschossen und im nächsten Rack noch einen weiteren Ball, was meinem Gegner die Chance für ein Comeback gegeben hat. Ab da habe ich dann nichts Einfaches mehr von ihm bekommen, aber Hut ab vor ihm. Er hat das Match sehr stark beendet. Davon muss ich fürs nächste Mal lernen und es dann besser machen“, sagte Lechner.
Für 8-Ball-Weltmeister Albin Ouschan kam eine Runde später das Aus. Der Kärntner war in der Doppel-K.-o.-Vorrunde ebenfalls im ersten Durchgang spielfrei und setzte sich anschließend gegen den Briten Benji Buckley mit 9:3 durch. In der ersten K.-o.-Runde legte der Kärntner dann mit einem 10:3-Erfolg gegen den Portugiesen Diogo Soares weiter nach. „Das war sehr knapp an einem perfekten Match für mich. Die Spielbedingungen waren gut und haben zu meinem Stoß und meinem Stil gepasst, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Beim Winners-Break-9-Ball weißt du aber nie, was passieren kann, und jeder im Feld ist gefährlich“, erklärte Ouschan nach dieser Partie und sollte recht behalten.
Im folgenden Match unterlag der Klagenfurter dem Deutschen Can Salim mit 5:10 und schied aus, obwohl er nur einen einzigen Fehler aus dem Spiel heraus beging. Salim produzierte ein 9-Ball-Break, sechs weitere Break-and-Runs und war darüber hinaus im Spielverlauf der deutlich glücklichere Akteur.
Weitere Informationen:
Predator Euro Tour Women, Antalya: https://www.epbf.com/tournaments/eurotour-women/
Livestreams: https://www.youtube.com/@ProBilliardTV
WNT European Open, Sarajevo: https://matchroompool.com/events/2026-european-open-pool-championship/
Das beiliegende Fotomaterial steht Ihnen unter Angabe des am Ende des jeweiligen Dateinamens enthaltenen Fotocredits © entgeltfrei zur pressemäßigen Verwendung zur Verfügung. Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung und bedanken uns vorab für Ihre redaktionelle Berücksichtigung.
Mit freundlichen Grüßen Andreas Kronlachner
Pressereferent / Media Office Österreichische Billardunion Carambol.Pool.Snooker&EnglishBilliards
Josef-Schöffel-Straße 46
3013 Tullnerbach
Tel. +43 664 5262065
mailto:a.kronlachner@billardunion.at
www.billardunion.at